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DJV und ver.di können sich nicht durchsetzen

Die abstrusen Forderungen der Verleger konnten zwar weitgehend abgewehrt werden, doch es bleibt eine effektive Gehaltskürzung. Die vereinbarten 1,3% Tariferhöhung machen die Urlaubsgeldkürzung und den Verlust eines Urlaubstages nicht wett.

 

Skandalös war das Verhalten einiger Verleger, die mit Falschaussagen in Anzeigen die Meinung der Leser manipuliert haben. Als der DJV im Gegenzug selbst Anzeigen mit einer Richtigstellung buchen wollte, wurde dies abgelehnt. Der Mißbrauch der Marktmacht zur Meinungsmanipulation ist höchst verwerflich und hinterläßt einen faden Nachgeschmack.

 

Es ist schade, dass man die außergewöhnlich hohe Streikbereitschaft nicht genutzt hat, damit die angestellten Journalisten zumindest ohne Gehaltskürzung aus der Tarifrunde gegangen wären. Es wurde nicht einmal ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen als Gegenleistung herausgeholt. Eine Gehaltskürzung sollte zumindest Arbeitsplätze sichern oder schaffen.

 

Klaus D. Minhardt



Letzte Änderung:  03:21 02/03 2004

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