| Von Schlagloch zu Schlagloch |
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Es ist unglaublich, mit welcher Zielsicherheit die Regierung Pannen produziert. Führungsschwäche und amateurhafte Planung zeigen sich auch bei der LKW-Maut. Bei einer Ausschreibung sollten Fertigstellungstermin und der gesamte Projektablauf bei der Auftragsvergabe bereits geklärt sein. Ebenso sind Vertragsstrafen festzulegen, die nicht schwammig zurechtgebogen werden können.
Die anfällige und teuere Satellitentechnik erweist sich als schwer beherrschbar und auf die Speditionen kommen enorme Kosten für den Einbau zu. Völlig unverständlich ist, wieso man sich nicht der österreichischen Lösung mit billiger Mikrowellentechnik angeschlossen hat. Es wäre im Sinne eines gemeinsamen Europa gewesen. Die Erfassungsbox kostet in Österreich fünf Euro und wird einfach an die Scheibe geklebt. Die Argumentation der Österreicher ist so einfach, wie plausibel. Einfachster Einbau, bewährte Technik und minimale Kosten erhöhen die Akzeptanz. Bis das europäische Navigationssystem Galileo in 10 Jahren voll funktionsfähig ist, sei die Investition voll abgeschrieben und man könne dann immer noch auf Satellitentechnik umsteigen.
Offensichtlich wollte man in Deutschland nicht die wirtschaftliche Lösung, sondern lieber ein Prestigeprojekt zur Selbstdarstellung. Nur gut, dass sich Deutschland derzeit solch einen Luxus noch leisten kann.
Klaus D. Minhardt 
| Schäden durch Schwerlaster |
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Gerade die schwersten Laster verursachen tiefe Löcher und Rillen in der Autobahn. Die jährlichen Kosten für die Erhaltung werden mit 1,7 Milliarden Euro beziffert. Dabei bezahlen überladene LKW zu wenig Maut, da sie nur die zulässige Gesamtlast angeben und hinterlassen besonders schwere Schäden im Strassennetz. Ein Golf müsste 45.000 Mal die gleiche Stelle befahren, damit er einen vergleichbaren Schaden erzeugt.
Die Spediteure sind durch Überladung besonders wettbewerbsfähig und haben den wirtschaftlichen Nutzen. Nur ein kleiner Teil der Sünder kann derzeit herausgefischt werden, da die Polizei nur über eine geringe Zahl an Überwachungsfahrzeugen verfügt. Das maximale Bußgeld von 200 Euro stellt keine angemessene Strafe dar.
Ähnlich sieht es mit den Mautprellern aus. Nur wenige Mautbrücken sind tatsächlich in Betrieb und die wenigen Mautkontrolleure schrecken die Brummipiloten nicht wirklich ab. Da wird auch die Erhöhung des Bußgeldes von 75 auf 100 € nicht viel ändern.
plusminus - Autobahn mit Löchern
Klaus D. Minhardt 
Letzte Änderung: 19:53 21/07 2005
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